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Schlagwort: Zweck

Mein Zweck ist…

Mein Zweck ist…

Seit meiner Schulzeit, während der Ausbildung, meinen Jobs, den Projekten oder meinem abgebrochenen Studium gab es zwar immer wieder Themen, die mir Spaß gemacht haben, aber irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen, das alles bis zur Rente zu machen.

Jetzt war ich allerdings familiär geprägt, nichts zu riskieren. Vor allem nicht den Job oder gesellschaftlichen Status.

Risikoavers wie ich war, habe ich versucht, alles kontrolliert im Griff zu haben. Mein gesamtes Leben. Da kam mir mein Job als Projektmanager gerade recht. Doch 2010 lief alles aus dem Ruder. Nach dem Tod meines Vaters (52 Jahre), dem Scheitern meiner Lebenspartnerschaft (fast 9 Jahre) und meiner ständigen körperlichen Ausbeutung durch Arbeit (70 Std. / Woche) und Vorstand einer Freiwilligen Feuerwehr, war dann Schluss. Der komplette Zusammenbruch, Burn-Out.

Seitdem ist viel passiert

  • Delegation für 3 Monate nach Peking
  • Umzug nach München
  • Fast jährlicher Jobwechsel (Wechsel der Führungskraft)
  • Überführung einer hierarchisch strukturierten Feuerwehr in eine netzwerkartige Organisation
  • Gründung des Diversity Netzwerkes PRIDE@Siemens

Nach nun 6 Jahren kann ich sagen, alles wurde anders. Ich habe vieles ausprobiert und gelernt. Dabei dachte ich oft schon zu wissen, was ich tun will. Aber nach einiger Zeit stellte ich immer fest, dass ich mir nicht vorstellen kann, das alles in Vollzeit zu tun.
Im Laufe der hatte ich das Glück, mit sehr vielen Menschen immer wieder darüber zu sprechen. Dadurch konnte ich reflektieren, ob es das wirklich war, was ich wollte, oder nicht. Als ich dann wieder Sätze hörte wie „Jetzt bleib doch mal bei einer Sache.“ Fiel der Groschen. Warum eigentlich, ich bin nicht so. Mich interessiert ganz viel und nach einiger Zeit verliere ich auch das Interesse.

Daher fragte ich mich, woran das wohl liegen könnte? Was stimmt nicht mit mir?

Mir liefen dann ein paar Bücher desselben Autors über den Weg; John Strelecky beschreibt in seinen Büchern, wie Menschen herausfinden, warum sie existieren (Zweck der Existenz) und was sie auf der Welt vorhaben (Big 5 for Life).

Es dauerte ungefähr einen weiteren Monat und viele Gespräche im Kreis von Kollegen, um zufällig und ganz nebenbei zu erkennen, dass das, was meine Stärken sind und das, was ich tue, gar nicht dazu da ist, um Dinge bis zum Ende zu tun. Dank des Feedback vieler Menschen wurde mir klar, dass ich anderen Mut mache, Dinge selbst in die Hand zu nehmen und es eigentlich immer nur vormache.

Mit diesem Wissen im Kopf kann ich jetzt klar sagen, was ich kann und wie man mich am besten einsetzen kann. Das macht mein Leben wirklich einfacher 😉

Zweck der Existenz: Anderen Mut machen, Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

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