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Schlagwort: Vita

Was mich prägte (Kindheit)

Was mich prägte (Kindheit)

Wie alles begann

Als einziges Kind zweier liebevoller Eltern wuchs ich wohlbehütet… <Stop, falscher Film>

Die ersten Jahre

Am 1. Oktober 1979 kam ich im Kulmbacher Krankenhaus auf die Welt. Meine Mutter war damals 19 und mein Vater 22 Jahre alt.

HeinersreuthWir wohnten auf dem Land zur Miete, in einem kleinen Dorf namens Heinersreuth, in dem meine Mutter auch schon aufgewachsen ist: 15 Häuser, davon 4 Bauernhöfe und ca. 60 Einwohner. Über den Verwandtschaftsgrad machte ich mir als Kind allerdings keine Gedanken, ich sprache später jeden mit Tante oder Onkel an 😉

KindergartenMein Vater war LKW-Fahrer und meist auf der Straße irgendwo zwischen Italien und Deutschland, meine Mutter war zu Hause und 3,5 Jahre später kam mein Bruder dazu. Als mein Vater seinen Job wechselte und Busfahrer wurde, hatten wir unseren Umzug in ein anderes Dorf ca. 20km entfernt. So kam es, dass ich bis zur Einschulung drei Kindergärten besucht hatte.

Mein Vater war jetzt öfter zu Hause und trotz seiner Anwesenheit hatte ich immer das Gefühl, dass er mit meinem Bruder mehr anfangen konnte oder vielleicht versuchte, die Zeit, die er mit mir nicht hatte, nachzuholen.

–> Flexibilität und Mobilität; Reflektion

 


Grundschulzeit

Drei Monate nach Beginn des ersten Schulhalbjahres wechselte mein Vater seinen Arbeitgeber und wir hatten den nächsten Umzug, zurück nach wo-alles-begann, nach Heinersreuth.  Also wechselte ich die Schule und kam in eine neue Klasse. Eigentlich ganz froh darüber, da ich in der alten Klasse kaum Anschluss fand. Ich lebte mich ein und meine Lehrerin bestätigte mir, dass bis auf meine Konzentration soweit alles ok war.

In den Sommerferien fuhr ich zu dieser Zeit mit meiner Tante Emma jedes Jahr nach Bad Reichenhall. Das war Tradition. Nachdem ihr Verlobter nie aus dem Krieg zurückkam blieb sie allein und jedes Jahr durfte ein junges Familienmitglied mit ihr in ihre „zweite Heimat„.

4te KlasseIm Laufe der 3ten und 4ten Klasse sank meine Leistung auf eher mittelprächtig, Vor allem in den logischen Fächern; ich legte das erste Mal an Gewicht zu und Sport wurde zu einem meiner meist-gehassten Fächer.

Meine Freizeit verbrachte ich zum größten Teil mit zwei Klassenkameraden auf deren Bauernhöfen in Heinersreuth, welch ein Glück. Meine Mutter arbeitete einen Tag pro Woche, immer dienstags, dann war ich bei meiner Großmutter ein paar Häuser weiter zum Mittagessen und Hausaufgaben machen.

KorfuMein Vater war für den Doppeldeckerbus verantwortlich und so genossen wir unsere Familienurlaube meist in den Pfingstferien im Kreise von fast 80 Personen. Ach klar… als Kinder hatten wir eine verantwortungsvolle Rolle: Gäste im Bus mit Essen und Getränken am Platz zu bedienen.

–> Kundenorientierung und Umgang mit Diversität


Hauptschule

Meine besten Freunde wechselten aufs Gynasium und natürlich waren sich alle einig, dass aus mir mal was Vernünftiges werden soll und dafür die Realschule völlig ausreichend ist. Außerdem waren die Noten auch nicht die besten.

Ich hatte das Glück, in der 5ten/6ten Klasse einen Lehrer mit Herz zu haben, der viel Wert auf Menschlichkeit legte. Und kaum zu glauben, meine Leistungen stiegen und ich war sogar Klassenbester.

Mein Vater war während dieser Zeit kaum zu Hause, meist zwei Wochen auf Tour und kam wenn nur über Nacht zum Klamottenwechsel nach Hause. So kam es, dass er auf seinen Reisen eine andere Frau kennenlernte, mit der er eine Affäre anfing und sogar fast ein Jahr nicht mit uns lebte. Das führte zu Spannungen, wenn wir uns begegneten und ich habe ihn schlussendlich nicht mehr als Familienmitglied respektiert.

–> Ablehnung von mächtigen Oberhäuptern und autokratischen Hierarchen

WastlIch nahm weiter an Gewicht zu und hatte kurz darauf bereits 100kg.

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